anti-mobbing

Prinzipien des Anti-Mobbing Projekts

Es ist die Überzeugung der Arbeitsgruppe «Bessere Schule–Besseres Leben», dass die
gesamte Schulgemeinschaft den deutlichen Standpunkt vertreten sollte, dass Mobbing und
Gewalt nicht toleriert werden. In der Schule soll sich jeder respektiert und akzeptiert fühlen.

Prinzipien

1. Die Schule akzeptiert keine schädigenden Verhaltensweisen.
2. Jeder Schüler, jede Schülerin hat das Recht sich in der Schule sicher zu fühlen und respektiert zu werden.
3. Bei Mobbing in der Schule ist das erste Ziel, dass diese Handlungen sofort aufhören.
4. Im Vordergrund sollte die Lösung, nicht die Bestrafung stehen.
5. Pädagogische Maßnahmen haben eine große Bedeutung.
6. Eine schnelle Reaktion der Klassenleiter/innen, definierte Handlungsstrategien und Unterstützungsmaßnahmen sind wichtig.

Ziele des Anti-Mobbing Projekts

Die Arbeitsgruppe «Bessere Schule–Besseres Leben» hat sich seit dem Schuljahr 1999/2000 das Ziel gesetzt, sich für eine Schule mit mehr Toleranz, Respekt und einem angenehmen Zusammenleben einzusetzen. Dazu wurden seitdem mit der Unterstützung der Schulleitung jedes Jahr verschiedene Projekte auf die Beine gestellt, welche die Ziele verfolgen, das Wohlbefinden zu fördern, persönliche und soziale Kompetenzen zu entwickeln und im Bereich der Gesundheit sowohl vorzubeugen, als auch zu fördern. Diese frühzeitigen und kontinuierlichen Aktionen tragen dazu bei, dass positive Veränderungen stattfinden und dass übliche Schulprobleme gering gehalten werden.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Mobbing ein internationales Problem ist, wobei das Vorkommen von Land zu Land, von Schule zu Schule ähnlich ist. Es ist wichtig, dass jede Schule das Ausmaß von Mobbing erkennt und Maßnahmen ergreift, denn es gibt deutliche, unzweifelhafte Beweise, dass Schulaktionen das Auftreten von Mobbing drastisch reduzieren (20-80%). Untersuchungen bestätigen, dass Gewaltprävention eine Daueraufgabe ist und dass ein Nachlassen der Bemühungen, zu einem Anstieg der Probleme führt. Die Sensibilisierung für dieses Thema ist ohne Zweifel eine wichtige Grundlage, doch erst die wiederholte Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten, kann den immer wieder auftretenden Phänomenen Grenzen setzen.

Aufgrund der Anerkennung der Bedeutung von Kontinuität der präventiven Maßnahmen gegen Gewalt und Mobbing, wird das Anti-Mobbing-Projekt an der DSL seit dem Schuljahr 2003/2004 durchgeführt. Alle Schüler der Klassen 5 bis 10 nehmen ordnungsgemäß teil, aber auch SV und oft auch Klassen 11 machen mit. In den letzten Schuljahren wurden in diesen Klassenstufen anonyme Umfragen, klasseninterne Auseinandersetzungen und von den KlassensprecherInnen dynamisierte Aktionen stets mit der wertvollen Unterstützung der KlassenleiterInnen durchgeführt.

Die Leitziele der bisher durchgeführten Mobbingprävention lauten:

„Wir gehen besser miteinander um“
„Wir dulden keine Ausgrenzung von SchülerInnen“
„Wir mobben keine anderen SchülerInnen“
„Wir schauen nicht passiv zu und versuchen zu helfen“
„Wir nutzen die neuen Medien verantwortungsbewusst“

Wir erhoffen uns durch dieses Projekt, dass

• Klarheit herrscht, dass die Schule dieses Thema ernst nimmt.
• Offen über Mobbing/Cybermobbing oder Gewalt gesprochen wird.
• Solche Situationen frühzeitig erkannt und beendet werden.
• SchülerInnen sich daran gewöhnen, sich an erwachsenen Personen zu wenden, denen sie vertrauen.
• Bei Mobbing/Cybermobbing oder Gewalt konsistent gehandelt wird.
• Opfer geschützt und unterstützt werden.
• Täter aktiv in die Lösungsfindung einbezogen und beraten werden (Verständnis gewinnen, bereuen Gewalt angewendet zu haben, versuchen ihre Schuld zu reparieren, Alternativen entwickeln, damit es nicht mehr passiert…).
• SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern zusammenarbeiten, um eine sichere
• Lernumgebung zu schaffen, in der gegenseitiger Respekt und Toleranz vor dem
• Anderssein eine Grundlage sind.

Patrícia Poppe
Schulpsychologin

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