Transitraum Lissabon. Erinnern für die Gegenwart.

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Im gesamten Schuljahr 2019/2020 hat die Deutsche Schule Lissabon an dem „Erinnern für die Gegenwart“ teilgenommen, das von Bundesaußenminister Heiko Maas ins Leben gerufen wurde und an dem insgesamt 58 deutsche Auslandsschulen teilnahmen.

Fast die ganze Schulfamilie der DSL hat sich in diesem Rahmen – auf jeweils unterschiedliche Weise – auf Spurensicherung begeben. Unter der Überschrift „Transitraum Lissabon“ wurden Schulgeschichte, persönliche Familiengeschichten sowie Ausschnitte der Geschichte der „Transit-Stadt“ Lissabon im 20. und 21. Jahrhundert näher untersucht.

Zeitzeugen und Experten kamen in den Unterricht und unterstützten uns tatkräftig. Das Projekt war nicht nur fächer-, sondern auch generationenübergreifend. Eltern, Großeltern und Alumni waren ebenso beteiligt wie unsere jüngsten Schüler im Kindergarten. Unsere älteste Zeitzeugin, die jüdische Künstlerin und Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano aus Hamburg, feiert in diesem Jahr ihren 96. Geburtstag. Sie berührte die gesamte Schulfamilie durch ihren Besuch und ihre mahnenden Worte für Frieden und Toleranz. Im Rahmen des Projektes wurden Erinnerungs- und Bewusstseinsprozesse in Gang gesetzt, die hier in Lissabon sicherlich noch lange Zeit gegenwärtig bleiben werden. Unser besonderer Dank geht an das Auswärtige Amt und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen für die großzügige Unterstützung sowie stellvertretend für andere Mithelferinnen und Mithelfer vor Ort und aus Deutschland an die Exilgedenkstätte in Estoril (Cascais).

Die wichtigsten Meilensteine der Projektarbeit wollten wir zunächst in einer Ausstellung in den Räumen der Exilgedenkstätte in Estoril präsentieren. Die Corona-Pandemie machte es dann aber notwendig, auch in diesem Bereich des schulischen Lebens umzudenken und von den Möglichkeiten der Digitalisierung zu profitieren. Die zentralen Ergebnisse der Projektarbeit finden sich deshalb hier auf diesen Internetseiten zu einer digitalen Ausstellung zusammengefasst. Dazu steht ein Katalog mit einführenden Texten, Hintergrundinformationen und weiteren Ergebnissen zum Download als PDF bereit. Dieser Katalog wird ab Ende Oktober 2020 auch als Druck verfügbar sein.

Wir wünschen allen Besucherinnen und Besuchern dieser Seite viel Vergnügen bei ihrem virtuellen Rundgang!

Virtuelle Ausstellung

Die Ausstellung „Transitraum Lissabon“ im Rahmen des Projektes „Erinnern für die Gegenwart“ findet in den virtuellen Räumen unseres Projektpartner „Espaço Memória dos Exílios“ in Estoril statt.

Wenn man den virtuellen Raum betritt, den Rundgang starten. Dort befinden sich drei Knöpfe, bitte drücken Sie sie, um die Arbeiten zu sehen.

Die Pandemie hat leider nicht erlaubt, dass wir im „Espaço Memória dos Exílios“ in Estoril eine reale Ausstellung unsere Arbeiten und Installationen verwirklichen konnten. Mariana Leal, Alumni der Deutsche Schule Lissabon, hat es möglich gemacht, dass wir trotz allem einige Arbeiten in virtueller Form präsentieren. Die Arbeiten werden mit der Musik von Joslyne Whinter untermalt, die sie uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat.

Im Rahmen des Projektes „Erinnern für die Gegenwart“ arbeitete die 11. Klasse Kunst an kleinen Animationen, Gifs, die neben den Themen, wie „Auswandern“ und  „Flüchten“ auch von der Sperre geprägt wurden, die die Schüler von März bis Juni erlebten: Isolation und Einsamkeit.
Die 12. Klasse Kunst bearbeitete zum Thema Erinnern surrealistischen Fotografien und zuletzt animiert Mariana Leal Unterhaltungen vom Flüchtlingen aus Calais.

Videos

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